LabCom History

Mai 22nd, 2006

Die Label-Commission Berlin verfolgt das Ziel, den seit jeher lebendigen Austausch innerhalb der Musikszene Berlins auf professioneller Ebene zu intensivieren. Die kreative Basis für das Image Berlins als Musikmetropole liegt in der Zusammenarbeit progressiver Club-Bands, Hinterzimmer-Produzenten, Wohnzimmer-Labels etc. Sie schaffen die Sogkraft der Stadt, die Major Companys anlockt und wirtschaftliches Wachstum anschiebt.

Es begann 2002 in Berlin mit einem legendären, von Sascha Zumbuch (http://www.brennabor-media.de) inszenierten Treffen von über 100 Musikschaffenden aus und um Berlin. Universal war gerade an die Spree gezogen, Sony schon ein Weilchen da und die komplette Tagespresse Berlins sprach von nichts anderem mehr, als der Musikhauptstadt Berlin, die nun Hamburg in Sachen Musik endgültig den Rang abgelaufen habe. Völlig ignoriert wurde dabei, dass es seit jeher eine spannende, sich alle paar Jahre selbst erneuernde Musikwirtschaft in Berlin gab, die aber nur sehr lose vernetzt war. Man beschloss also, die schon bestehende Interaktion auf eine professionellere Ebene zu heben und sich zu einem Berliner Netzwerk zusammen zu schliessen: Mittlerweile sind rund 250 Berliner Unternehmen im Jahr 2006 alleine bei VUT organisiert – vom Livemusiksektor (www.clubcommission.de) gar nicht zu sprechen.

Ca. 15 der bei besagtem Treffen anwesenden Unternehmer trafen sich ab diesem Zeitpunkt über ein halbes Jahr hinweg regelmäßig und legten Ziele und Aufgaben fest. Um nicht das ganze Vereinsgründungsprozedere durchlaufen zu müssen, und auch weil es nahe lag das Netzwerk in den VUT, der national beinahe die gleichen Ziele und Aufgaben verfolgte, zu integrieren, legte man das Berliner Netzwerk als Regionalgruppe des VUT an. Gegen Ende 2002 wurde sie dann offiziell gegründet: Die Label-Commission Berlin.

Eine gute und wichtige Gründung, wie sich schnell herausstellte: Deutschland ist nun einmal föderal organisiert und VUT alleine war nicht in der Lage, Kontakt zu 16 Landesregierungen und Landesverwaltungen zu halten und den Überblick über regionale musikalische Besonderheiten nicht zu verlieren, sondern diese sogar gezielt aufzugreifen und in Initiativen und Projekte umzusetzen. Labcom Berlin konnte schnell Kontakt zu allen wichtigen Institutionen Berlins aufbauen aus denen dann bereits 2004 der erste eigene Berliner Messestand auf der MIDEM entstand, sowie viele weitere Kooperationen und Projekte.

Mit SourceMusic startet die Label-Commission eine Synchronisationsrechte-Pilotplattform im Internet. Für Professionals aus dem Bereich Werbung oder Film und aus Corporate-Identity-Agenturen hat die LABCOM-Arbeitsgruppe “Sync” zusammen mit der Hamburger Agentur ailab Networks das Business-to-Business (B2B)-Online-Angebot entwickelt.
Seit Anfang 2004 steht die Datenbank SourceMusic unter www.sourcemusic.biz, gefüllt mit 4000 lizenzierbaren Songs aus den Katalogen Berliner Independent Labels, im Netz. Sourcemusic wird gefördert im Rahmen der Musikwirtschaftsinitiative der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen und durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

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